Aus dem geheimen Tagebuch:
26./27.12.2009: Heidelberg, Lindau
27.12.2009 12:08 von Johanna von der Vögelweide
Ende gut, alles gut
2009 war für uns Feuerschwänze mal wieder ein wahnsinnig ereignisreiches Jahr gewesen, wahrscheinlich eins der ereignisreichsten überhaupt. Eine Reihe toller Konzerte liegt hinter uns, mit Wacken und Moskau als besonderen Höhepunkten, außerdem hat noch unser Metvernichter das Licht der Welt erblickt. So ein Jahr will natürlich auch standesgemäß verabschiedet werden, und mit wem geht das wohl besser, als mit unseren Spielmannsfreunden von Saltatio Mortis.
Also machten wir uns Samstag, die Mägen noch voller Weihnachtsbraten, auf in Richtung Heidelberg. Der Backstage war klein, viel zu klein für so viele Leute. Das Essen heute geschmacklich neutral, dafür gab es genug Bier für alle, und das ist ja das Wichtigste. Unser Auftritt selbst verlief entspannt und amüsant, heute hatten wir sogar Miezen im Gepäck, die dem Publikum noch zusätzlich einheizten. Danach hatten wir noch eine Menge Zeit, unserer Hauptband zuzuschauen und ohne dass sie es verhindern konnten, die Biervorräte im Backstage zu vernichten. Ab und an schauten wir noch zur 80er Gymnastikparty nebenan rüber, wo lustige Leute in engen Turnhosen auf Fitnessgeräten tanzten. Irgendwie waren wir dann aber doch etwas träge und verzogen uns recht früh in unsere Betten.
Dies hatte zur Folge, dass am nächsten Morgen erstaunlich viele Feuerschwänze am Frühstücksbuffet zu sehen waren, sogar Lanzeflott, der sonst immer erst in letzter Sekunde zur Abfahrt erscheint und sich prinzipiell Brötchen mitbringen lässt, genehmigte sich heute ein richtig ausführliches Frühstück. So gestärkt und gut gelaunt kamen wir einige Stunden später in Lindau an. Die Fahrt hatten wir fast durchgehend im Stau verbracht, genau wie alle anderen auch, und so schoben sich die Zeiten für Aufbau und Soundcheck ein gutes Stück nach hinten. Trotzdem schafften wir es, pünktlich zum Einlass mit allem fertig zu sein. Das Abendessen wurde uns warm gehalten, und so konnten wir gut gelaunt die Bühne erklimmen.
Die 45 Minuten waren mal wieder viel zu kurz für uns, und obwohl wir uns wirklich beeilten, wurden wir nicht ganz pünktlich fertig. Zum Glück war das saltatische Tourmanagement heute einigermaßen gnädig gestimmt, so wurden wir nur ein wenig geschimpft und stattdessen hauptsächlich von Lasterbalk für unsere Unfähigkeit Uhren zu lesen ausgelacht. Im Gegenzug hatten wir für die SaMos noch eine kleine Weihnachtsüberraschung parat. Der Hauptmann erklomm als gerüsteter Weihnachtsmann zusammen mit seinen Engels-Miezen die Bühne um jedem Saltaten sein persönliches Geschenk zu überreichen. Falk bekam Anit-Falten Creme, Lasterbalk Schnaps, Alea einen High Protein Riegel, Halstabletten und Eierlikör, Elsi Malen nach Zahlen damit er auch mal was altersgerechtes zum Spielen hat, Samoel nürnberger Glühwein und eine Gitarre, die sich auch mal aus dem Hotelfenster werfen lässt und Frank einen wirklich großen dicken Sack mit Reis. Der Crew hatten wir einen Kasten mit diversen fränkischen Bieren mitgebracht, der gleich den Mittelpunkt der anschließenden Aftershowparty bildete. Diese war lang und intensiv, ein Hotelzimmer wurde leicht umgestaltet, was jede Band auf die andere schob, wodurch wir im Endeffekt alle entkamen. Am nächsten Morgen waren wir allesamt leicht komatös und wenig redefreudig. Nur unser Mercher Jan war noch fahrtüchtig und brachte uns sicher wieder in die Heimat. Dort werden wir uns erst einmal auf unsere Ruine zurück ziehen und uns etwas ausruhen, bevor das Jahr 2010 so richtig los geht.
Als nächstes steht eine Grundreinigung unseres Proberaums an, im Gegenzug bietet uns der Kalender aber auch noch einige spannende Leckerlies wie das Summer Breeze, 10 Jahre Feuertanz Festival, Höchstadt, Burgfolk, unser Einstand beim Mittelalterichen Phantasie Spektakulum.... Aber eigentlich freuen wir uns auf jedes Konzert, egal wo – und natürlich auch auf EUCH unser liebes Publikum! 
Eure Feuerschwänze





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