Aus dem geheimen Tagebuch:
15.-17.10.09: Nürnberg, Erfurt, Berlin
15.10.2009 10:41 von Johanna von der Vögelweide
Nürnberg, Erfurt, Berlin (15.-17.10.09): Tanz für uns, Samoel!
Meine Güte hatten wir uns auf dieses Wochenende gefreut! Endlich die Wiedervereinigung unserer unheiligsten Feierallianz! Was der Alkohol zusammen fügt, soll der Mensch nicht trennen. Wer Met säht wird Schweinskram ernten. Feuerschwanz und Saltatio Mortis wieder zusammen auf Tour!
Die Saltaten hatten bereits die erste Hälfte ihrer Herbsttour ohne uns hinter sich gebracht, waren aber extra nach Franken gekommen um uns abzuholen. Für mich persönlich barg das Wochenende noch weitere Herausforderungen, hatte ich ja für die drei nächsten Wochenenden die Tourleitung vom geilen Haufen übertragen bekommen. Meine Aufgabe besteht nun darin dafür zu sorgen, dass der Haufen immer pünktlich abfährt, pünktlich eintrifft, brav auslädt, spielt und wieder einlädt, seinen Weg ins Hotel findet, pünktlich aufsteht (!) und pünktlich seinen Weg zum nächsten Auftrittsort findet. Pünktlich ist hierbei betont, das Tourmanagement von Saltatio Mortis ist nämlich unglaublich streng was das angeht. ;-) Trotzdem war ich an diesem Tag in Nürnberg das einzige wirklich pünktliche Haufenmitglied. Zum Glück dauerte der Soundcheck bei Saltatio etwas länger, sodass dies nicht weiter auffiel. Zumindest ging von nun an alles glatt seinen Gang. Und schon beim Abendessen saßen wir wieder zusammen am Tisch als wäre die „Aus der Asche“ Tour gerade letzte Woche zu Ende gewesen. Dementsprechend motiviert gingen wir dann auch unseren Auftritt an, das ebenfalls sehr motivierte Publikum wusste es zu danken. Da wir allerdings heute alle daheim schliefen, blieb das große Einstandsgelage erst einmal aus.
Am nächsten Mittag trafen wir uns wieder, zu meiner Freude sehr pünktlich, luden unseren neuen riesigen Tourbus ein und machten uns auf die Reise nach Erfurt. Der Prinz vertrieb sich auf der Fahrt die Zeit damit Wetterwetten gegen Lanzeflott zu verlieren. „Nach dem nächsten Tunnel setze ich auf Sonnenschein!“ „Hagel!“ „Schnee!“ Und so weiter. In Erfurt trafen wir dann wieder mit unseren Spielmannskollegen zusammen. Lustigerweise waren wir auch gerade mit diesen das letzte Mal im Centrum gewesen. Zu unserer Freude schien uns auch das Publikum dort nicht vergessen zu haben und nahm uns sehr freundlich in Empfang. Wir zelebrierten mit viel Elan unseren Auftritt, auch wenn der für unseren Geschmack natürlich viiiiel zu kurz war. So überließen wir unseren Spielmannskollegen die Bühne und machten uns über die vereinsamten Biervorräte im Backstage her. Irgendwann Stunden später stießen die Saltaten dann doch wieder zu uns, nicht gerade wohlriechend aber ausgesprochen gut gelaunt, sodass man sich in den begrenzten Räumlichkeiten doch schnell näher kam. Und zwar im Fall von El Silbador, Samoel, dem Knappen und dem Prinzen so nah, dass Lasterbalk zu einer spontanen Fotoserie inspiriert wurde, die wiederum auch Einzug in die saltatische Märchenstunde finden sollte. Wie auch immer, irgendwann traf man sich dann im Hotel wieder. Zufälligerweise hatten wir einen Kasten Bier aus der Heimat mitgebracht, um den herum sich noch eine gesellige kleine Feierrunde einfand. Wobei man allerdings am Ende der Nacht doch sagen muss, dass anscheinend die Crew von Saltatio Mortis inzwischen länger durchhält als die Band selber. Wir werden das noch näher untersuchen.
Nach einer sehr kurzen Nacht trafen wir uns am nächsten Morgen am Frühstücksbuffet wieder. Dort weihte Lasterbalk unseren Hauptmann noch in die geheimen Erfolgsrezepte seiner Band ein, dann mussten wir alle aber auch schon los in Richtung Berlin. Ich selbst verzog mich in die letzte Reihe um etwas Schlaf nachzuholen. Ein großer Fehler wie sich zeigen sollte, denn der Hauptmann gab versehentlich die Clubadresse falsch in unser Navigationsgerät ein. So landeten wir am Ende in der Oranienburgerstraße statt in der Oranienstraße und ich musste, inzwischen wieder halbwegs ausgeschlafen, unsere extra lange Tourkutsche im Eiltempo zurück durch halb Berlin manövrieren. Natürlich kamen wir viel zu spät, was mir auch prompt den Spott unserer Hauptband einbrachte. Durch extra schnelles Ausladen und Aufbauen versuchten wir nun wieder etwas Zeit reinzuholen, wobei der Hauptmann dabei fast einen großen Lampenständer auf der Bühne umriss (irgendwie war wirklich nicht sein Tag) und sich gleich noch mehr bei der saltatischen Crew unbeliebt machte. Zumindest war das Volk in Berlin gut drauf, was die kleinen Pannen wieder ganz gut ausglich. So feierten wir noch einmal ausgelassen und wirklich gut gelaunt. Nur der Hauptmann hatte wieder Pech und einige fiese Texthänger. Aber wir Feuerschwänze sind ja spontan. Später schauten wir von der Theke aus noch alle zusammen die Show der Saltaten an. Der Saal war so voll, dass der Weg in den Backstagebereich einfach versperrt war und wir nicht mehr zurück konnten. Doch schließlich war auch dieser Konzertabend schon wieder zu Ende und der Haufen machte sich auf ins Hotel. Ein unglaublich großes Hotel mit viiiel Platz und vielen lustigen Menschen überall. Sehr spannend. Wir Feuerschwänze versammelten uns mit illegal eingeschmuggeltem Bier in der Lobby. Nachdem aber alle eintreffenden Saltatiomaten unglaublich müde wirkten, hielten wir die Aftershowparty auch eher ruhig und gingen irgendwann ins Bett. Viel Schlaf bekam ich allerdings trotzdem nicht ab, denn um 5:50 wurde ich von Lasterbalk und dem saltatischen Lichtmann wieder aus dem Schlaf gerissen und mit dem Versprechen, dass Lasterbalk gerade unten nackt auf den Tischen tanzen würde zurück ins Partyleben geholt. Natürlich tanzte Lasterbalk nicht mal angezogen irgendwo, dafür gab es reichlich illegal eingeschmuggelten Havanna, was auch nicht schlecht war.
Somit liegt nun ein sehr interessantes und lustiges Konzertwochenende hinter uns, sehr vielversprechend und lässt für die nächsten Konzerte schon Böses erahnen... Wir freuen uns darauf!
Für den geilen Haufen
Johanna von der Vögelweide





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Kommentar von Melanie J. | 22.10.2009
Aber in die Oranienburger passt der "geile" Haufen doch perfekt hin *lach*
Kommentar von jule | 04.11.2009
da war der wunsch mal wieder herr über die gedanken *lach*