Aus dem geheimen Tagebuch:

15.-16.5.: Rastede

15.06.2010 20:43 von Johanna von der Vögelweide

Unser erstes Mal MPS

In der Vergangenheit hatten wir ja schon einiges über das legendäre Mittelalterliche Phantasie Spectaculum gehört, und endlich, endlich durften wir auch einmal dabei sein. Wir hatten uns die letzten Wochen ordentlich vorbereitet, brav geprobt und alle die strenge Marktordnung auswendig gelernt. Diverse Kollegen hatten uns gute Tipps erteilt, die sich nicht nur um das Überleben von unglaublichen Mengen Schnaps drehten. Wir fühlten uns also relativ gut vorbereitet, als wir uns auf den langen Weg nach Rastede machten. Wir reisten extra einen Tag früher an, bauten unsere Zelte hinter unserer Bühne auf, und nutzten den Abend um schon einmal das Gelände zu erkunden. Der Knappe ließ sich gleich schonmal von diversen Saltatiomaten abfüllen, worüber er nicht sprach, was man mir aber gleich am nächsten Morgen unter die Nase rieb. Die morgendliche Künstlerbesprechung ging vor allem um das Teeren und Federn irgendwelcher Sündlinge, und ich hoffte im Stillen, dass keiner meiner Haufenkollegen irgendetwas Dummes anstellen und sich diese Bestrafung einfangen würde. Man weiß ja nie. Wir konnten nicht einmal das Teeren und Federn bis zum Ende anschauen, da mussten wir auch schon auf die Bühne. Unter den strengen Augen des Herrn Hillers und diverser Kollegen schunkelten wir uns also durch unser allererstes Programm auf MPS Boden. Der Chef selbst schunkelte zwar nicht mit, aber es schien im trotzdem zu gefallen, zumindest wollte er uns nicht danach teeren und federn. Im Laufe des Tages gewöhnten wir uns immer mehr ein, und auch die Konzerte wurden immer lustiger. Dann nutzten wir noch die Gelegenheit, um den lange vermissten Helm von Sir Lanzeflott endlich wieder auszulösen, den Lasterbalk so schön "verwahrt" hatte.

Den Abend ließen wir noch gemütlich ausklingen, erspielten uns mehrere Flaschen Fruchtwein an einer Taverne die wir im Anschluss noch am Lagerfeuer vernichteten.

Der Sonntag wurde dann insgesamt etwas ruhiger und ich hatte etwas mehr Mühe, den Haufen aus den Zelten zum Morgenappell zu treiben, bevor ich selbst zum morgendlichen Appell der Künstlerbesprechung eilte. Dieses Mal traf das Teeren und Federn die Betreiber eines Axtwurfstandes, deren Äxte unvorsichtigerweise in den Backstagebereich einer Bühne geflogen waren. Da wir aber geradezu strebermäßig brav waren, blieben wir zum Glück von diesem Schicksal verschont, und am Ende des Tages bekamen wir Lob von allen wichtigen Gestalten des MPS. Jetzt nur noch 7 Stunden nach hause fahren, und schlaaaafen....

 

Metseelige Grüße!

Johanna v.d. Vögelweide

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Kommentar von Mey | 21.06.2010

In wlecher Form habt ihr denn den Helm bei Lasterbalk ausgelöst, würd mich schon interessieren ;)??

Kommentar von Tobi | 13.11.2010

Ist zwar schon lange her, dass ihr dagewesen seit, aber ich wart echt spitze :)
Ihr habt für richtig gute stimmung gesorgt, wie die "Menschenschlange" (Polognese), geführt von Prinz Hodenherz, bewiesen hatte.
In diesem Sinne:
Met und Miezen für alle!
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