Aus dem geheimen Tagebuch:

14.-16.4.: Frankfurt, Wuppertal, Celle

16.05.2011 10:09 von Johanna von der Vögelweide

Wunsch ist Wunsch - Schneller, höher, weiter!

Tja, das mit der Erholung nach dem letzten Tourwochenende hatte irgendwie bei mir nicht so gut geklappt. Ein fieser Magen-Darm-Virus hatte mich fies flachgelegt, sodass ich als Schatten meiner selbst an diesem Donnerstag morgen in die Tourkutsche nach Frankfurt stieg. Viel Treppen steigen und Dinge tragen wollte mein Kreislauf noch nicht so wirklich, sodass ich mich nach dem Soundcheck erstmal ins nahe gelegene Hotel verzog. Die extra Ruhe half ganz gut. Im Restaurant bemühte sich eine sehr liebe Abordnung der Ignis Fatuuten mir zumindest eine halbe Kartoffel mit Kamillentee schmackhaft zu machen und spätestens das Eintreffen einer weiteren sehr lieben Abordnung von Saltatio Mortis in Form von Elsi und Luzi half meiner guten Laune wieder auf die Beine. Bewaffnet mit sehr sexy aussehenden Burger King Kronen rockten sie die ganze Show hindurch mit und freuten sich besonders über das extra zu Ehren von Saltatio Mortis und ihrer Crew entstandene Motörhead Cover Arsch voll Met. Besonderer Höhepunkt des Abends war natürlich noch der extra lange Lindwurm raus aus dem Club, die U-Bahn Rolltreppe runter, wieder hoch und zurück in den Club. Wahnsinn!

Im Anschluss noch eine Runde zusammen angestoßen, dann ging es auch schon ins Bettchen für mich.

 

Zum Glück ging es mir am nächsten Tag schon deutlich besser, der große Appetit war zwar noch nicht wieder da, aber ich fühlte mich doch sehr viel sicherer auf den Beinen. Im LCB wurden wir gewohnt liebevoll empfangen und betreut, Helfer und Essen waren wirklich außergewöhnlich spitze. Die große Spiegelwand im Backstageraum verführte besonders den Prinzen zu einer langen Styling und Posingsession, sehr zur Freude des restlichen Haufens. Dann gönnten wir uns noch einen Ausflug hoch auf einen nahe liegenden Berg, wo wir nicht nur die Aussicht über Wuppertal genossen, sondern bereits einige metvernichtenden Feuerschwanz Fans antrafen.

Mit der neu gewonnenen Energie machte die abendliche Show ganz besonders viel Spaß. Die gute Laune verführte uns gleich noch zu einem ganz besonderen Experiment: Die stets sehr pünktlichen, aber leider nie trinkenden Ignis Fatuuten sollten von uns heute erstmals an geringere Mengen Doppelkorn heran geführt werden. Sie versuchten das Ganze noch durch Hinzunahme eines dicken Bundes Radieschen aufzuwerten, wodurch vor den Augen des wuppertaler Publikums das lustige "Erst ein Radieschen und dann einen ordentlichen Schnaps einwerfen, kauen und ohne eine Miene verziehen runterschlucken" - Trinkspiel entstand. Der Prinz fands doof, der Hauptmann fands klasse und Ignis Fatuu machte danach doppelt so lustige Ansagen wie vorher. Ein voller Erfolg also.

 

Ein voller Erfolg sollte auch der nächste Tag in Celle werden. Abgesehen davon, dass der Hauptmann während der Show seine Metvernichter Fahne verlor und kurzzeitig verwirrt über die Bühne steuerte, lief alles sehr rund. Im Anschluss wurden wir noch in eine interessante Kneipe eingeladen. Prinz Hodenherz sollte uns den Weg weisen, eine dumme Idee, trotzdem kamen wir irgenwann doch noch an. Während der Hauptmann und der Prinz von den anwesenden Maiden umschwärmt wurden, lieferte sich der Rest der Bande ein spannendes Kickerturnier, aus dem Hans und ich als überragende Sieger hervor gingen. Irgendwann um 5 Uhr morgens, Prinz und Hauptmann wurden noch immer von Maiden umschwärmt, machte ich mich mit unserem zweiten Lichtmann Martin dem maximal Hellen, auf den Weg Richtung Hotel. Leider war es inzwischen wieder hell und alles sah völlig anders aus als vorher... Durch meinen unschlagbaren Orientierungssinn, der auch im betrunkenen Zustand super funktioniert, fanden wir dennoch den fast direkten Weg zurück. Jubel! Den Heimweg schlief ich fast komplett durch - was für ein Wochenende!

 

Eure Johanna v.d. Vögelweide

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