Aus dem geheimen Tagebuch:
05.11.2011: Pratteln
03.01.2012 21:55 von Johanna von der Vögelweide
Alle Jahre wieder...
Damals, als die Wer Wind Säht Tour mit Saltatio Mortis zu Ende ging, hatten wir uns gegenseitig etwas versprochen: Zumindest ein Mal im Jahr zusammen noch einen Clubauftritt zu spielen. Und wie sich das mit Spielmannsschwüren so gehört, wurde dieses Versprechen natürlich auch eingehalten, und so machten wir uns an diesem etwas grauen Novembertag auf ins schweizerische Pratteln. Vor der Grenze wartete erst einmal ein riesiger Stau, zum Glück galt dieser nur für LKW und wir konnten mit unseren Tourkutschen elegant daran vorbei sprinten - die saltatischen Kollegen hatten am Morgen wohl länger dort verbracht. Weiter ging's zur Grenze, wo wir brav alles Mitgebrachte beim Zoll anmeldeten. Obwohl wir verhältnismäßig wenig einführen wollten und von mir auch schon alles ordentlich sortiert und aufgeschrieben worden war, brauchte der zuständige Zollbeamte unverhältnismäßig lange damit, alles in seine Listen zu notieren. Der Hauptmann und ich standen und standen ganz alleine am Schalter - es gab ja nicht mal eine Schlange vor uns, dem Metgott sei Dank - und warteten und warteten und schauten uns diverse Broschüren zum richtigen Verzollen von allem möglichen an und warteten noch ein bisschen, während der Zöllner vermutlich in aller Ruhe einen Kaffee trinken gegangen war, den Eindruck hatten wir jedenfalls irgendwie.... Wie dem auch sei, irgendwann bekamen wir unsere Listen wieder und durften ganz legal in die Schweiz einreisen. Hurra! Fünf Kilometer später waren wir auch schon am Ziel - und dafür die ganze Einreiserei?! Jedenfalls wurde erst einmal fix ausgeladen, der Kühlschrank besichtigt und soundgecheckt. Beim gemeinsamen Abendessen war dann genug Zeit, noch alle wichtigen Neuigkeiten auszutauschen: Wer arbeitet an was für einem Album, wer schläft mit wem im Zelt in Afrika, und so weiter. Zu viel Zeit zum Plaudern blieb aber doch nicht, denn wir mussten schon wieder auf die Bühne. Unsere MAMA hatte heute ihren ersten Einsatz auf schweizerischem Boden, und obwohl sie vom saltatischen Tourmanagement sehr streng beobachtet wurde (nur nicht auf die Bühne kleckern!), meisterte sie ihren Auftritt grandios. Lanzeflott filmte das ganze Konzert über sich selbst, warum auch immer, jedenfalls sorgte er damit für große Erheiterung bei der SaMo Crew. Auch der Rest des Haufens hatte viel Spaß, und so ging die Stunde Spielzeit wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Jetzt noch schnell Abbauen, den Biervorrat leer trinken während die Kollegen die Bühne rocken - ich hatte wie immer meine eigenen Quellen am saltatischen Lichtpult, wo es neben Havana Club und Cola sogar auch noch gut gekühlte Eiswürfel gab, Luxus! - und dann war auch dieser Konzertabend schon fast wieder vorbei. Traditionell ging es hinter der Bühne noch bis in die frühen Morgenstunden weiter, bis Stück für Stück Musiker um Musiker in Hotelbetten und Nightlinerkojen verschwanden.
Ja, lustig war's wie immer wenn SaMo und Feuerschwanz aufeinander treffen - wir freuen uns aufs nächste Jahr!
Für den geilen Haufen
Johanna von der Vögelweide




Einen Kommentar schreiben
Kommentar von Wolf | 08.03.2012
Bin froh wenn ich Euch endlich mal live sehen und hören kann. Ihr seit ja genau an meinem Geburtstag in Reichweite... da werde ich wohl meine feier verschieben müssen :P
Metalfest, Loreley lass ich mir nicht nehmen ;)